Verzerrung der eigenen Wahrnehmung

Oder

Warum jeder die Welt immer ein bißchen anders sieht

Hast Du Dich schon oft gefragt, warum manchen Menschen vieles zufällt und andere wiederum immer um jedes bißchen Glück kämpfen müssen? 

On the sunny side of life – meistens

Ich zum Beispiel kann von mir behaupten, dass ich in vielen Lebensbereichen Glück habe. Ich habe einen Mann, dem ich vertrauen kann, der meistens mit anpackt und den ich einfach verdammt lieb habe. Meine Tochter ist ein Sonnenschein und wir kommen gut klar sie in der Vorpupertät zu begleiten, auch wenn wir uns für ein Thema schon mal Hilfe von einer Sozialarbeiterin geholt haben. Wir leben in einer schönen Wohnung in einer kleinen Stadt mit viel Grün und schönen Weinbergen um uns herum. Wir haben einen älteren, leicht dementen Hund, der uns Freude bereitet, besonders mir. 

Na klar, gibt es Reibereien in unserer Familie. Wir streiten und meckern uns auch mal an. Da macht sogar der Hund mit! Außerdem habe ich immer wieder körperliche Probleme, die mich an meine Leistungsgrenze und meine mentale, emotionale und psychische Grenze der Belastung bringen.

Dennoch würde ich im Großen und Ganzen sagen:

Wir führen ein glückliches Leben!

Kennst Du es trotzdem das große ABER?

Viele Menschen in meinem Umfeld sind so von ihren Problemen eingenommen, dass wenig Platz fürs Glücklichsein übrig bleibt.

“Eigentlich müsste ich glücklich sein! ABER…”

Woran liegt das, dass es mir gelingt, trotz traumatischer Kindheitserfahrungen und ner Menge Stolpersteine im Leben das Glück zu sehen und immer wieder neu zu finden?

Ein Erklärungsversuch, der für mich stimmig ist.

Ich glaube es liegt im Groben an dem Wissen, was ich über Wahrnehmung und Ausrichtung meiner Gedanken erlernen durfte. Aber auch daran, dass ich früh erlernt habe immer wieder aufzustehen. Ich habe durch meine Erfahrungen ein Mindest entwickelt, dass mir sagt: „Ich kann alles schaffen!“. 

Das heißt natürlich nicht, dass ich nicht auch Baustellen habe. Es gibt eben immer zwei Seiten! 

Wenn Du eine Hand voll Münzen hoch wirfst, werden ein paar auf der Zahlenseite liegen bleiben und ein paar auf der Anderen. In der statistischen Verteilung hält es sich immer die Waage. Genau so ist es mit dem Glück und dem Pech. Es kommt darauf an, mit welchem Auge ich sehe. Bin ich auf Probleme ausgerichtet, sehe ich diese. Bin ich auf die positiven Momente ausgerichtet, begegnet mir das Glück immer wieder. 

Den Spruch mit dem Wasserglas möchte ich jetzt nicht erwähnen. Aber Du weißt, was ich meine.

Trotzdem möchte ich Dir ein paar Dinge über Wahrnehmung und die Ausrichtung Deiner Gedanken mit auf den Weg geben.

Vielleicht macht es für Dich DEN Unterschied! Das Wissen darüber macht zwar noch keinen glücklichen Menschen aus Dir. Aber möglicherweise gelingt es Dir dadurch Stück für Stück die Welt aus anderen Augen zu betrachten.

Voraussetzung dafür ist wie immer:

  • aktives daran arbeiten und
  • immer wieder aufstehen und weitergehen. 

Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt! -Laotse

Also gehen wir mal den ersten Schritt. Damit Du Dich selbst in Deiner Wahrnehmung beobachten kannst, musst Du wissen, welchen Verzerrungen in der Wahrnehmung wir Menschen unterliegen. Das ist übrigens auch einer der Gründe, warum wir alle die Welt ein bißchen anders sehen. Wir erschaffen uns sozusagen unsere eigene Realität!

Fangen wir mal an mit der selektiven Wahrnehmung:

Kennst Du das? Du willst Dir etwas in einer bestimmten Farbe kaufen. Sagen wir mal, um es zu vereinfachen, es ist ein gelbes Auto. Was glaubst Du, welche Autos Dir in der nächsten Zeit über den Weg fahren werden? 

Natürlich die Gelben Autos!!!

Aber sind es plötzlich tatsächlich mehr Autos auf der Strasse? Nein! Natürlich nicht. Deine Wahrnehmung hat sich einfach verschoben, da Dein Fokus beim Denken vor dem Kaufentscheid eine ganze Weile mit der Farbe gelb beschäftigt war. Dein Hirn hat bemerkt, dass Dir gelb wichtig zu sein scheint. Also sortiert es für Dich vor und plötzlich nimmst Du mehr Dinge der Farbe gelb wahr. 

Kleine Aufgabe für Dich

  • Schau Dich doch mal im Zimmer um oder da, wo Du gerade bist. Wieviele rote Gegenstände kannst Du Dir innerhalb einer Minute merken? 
  • So jetzt frage ich Dich nach den blauen Gegenständen. Du darfst Dich aber nicht mehr umschauen!
  • Ein paar Dinge kannst Du bestimmt nennen. Aber sicherlich nicht so viele, wie vorher bei der Aufgabe mit den roten Dingen. Oder?

Dummerweise findet dieser Effekt auch in zwischenmenschlichen Beziehungen statt. Richte ich zum Beispiel in meiner Familie meinen Blick gedanklich immer nur auf den „Dreck“ den meine Familie hinterläßt, dann werde ich immer nur den „Dreck“ wahrnehmen.

Ich sehe dann oft die Teile nicht mehr, die gut laufen. Mein Hirn sucht nach beweisen, dass alle Familienmitglieder nicht in der Lage sind aufzuräumen. Ich unterliege diesem Denkfehler immer wieder, vor allem in stressigen Zeiten. Zum Glück fällt es mir immer wieder ein nach den aufgeräumten Stellen zu schauen.

Ein anderes Beispiel aus dem Freundeskreis kommt Dir vielleicht auch bekannt vor. Die Freundin, die ihre schweren Päckchen gefühlt immer bei Dir ablädt, könnte schnell einem dieser selektiven Wahrnehmungsfilter zum Opfer fallen. Nie redet ihr über Deine Probleme. Vielleicht fragt sie Dich immer wie es Dir geht. Du traust Dich aber aus irgendwelchen Gründen nicht immer von Dir zu erzählen. Ihr landet wieder bei Ihr und schon hat Dein Hirn dafür gesorgt, dass sie in deiner Wahrnehmung immer nur von sich erzählt!

Überlege mal wo Dein Hirn selektieren könnte! Fange an Dich zu fragen: „Ist das wirklich immer so? Wo ist hier mein eigener Anteil?“

Was meinst Du? Würde ich einen Mann kennenlernen können, der genau meinen Traumvorstellungen entspricht, wenn ich glaube, dass alle Männer Schweine sind?

Ziemlich blöd, oder?

Dieses Phänomen ist aber leider ein ganz natürlicher Hirn-Prozess. Es hat unter anderem auch die Aufgabe Reize zu sortieren und Unwichtiges auszublenden. Wir würden sonst verrückt werden, wenn alles ungefiltert auf uns einstürmen könnte.

Menschen mit Hochsensibilität zum Beispiel können Reize nicht ganz so gut aussortieren wie andere Menschen. Für sie ist es im Alltag schwer sich zu konzentrieren und ihren Fokus zu behalten. Für Menschen ohne diese hohe Sensibilität ist es ein Vorteil. Eigentlich gar nicht schlecht eingerichtet. Dennoch führt es zur Verzerrung unserer Wahrnehmung.

Es gibt aber noch weitere Dinge, die unsere Wahrnehmung sehr beeinflussen.

Dummerweise unterliegen wir noch immer einem Mechanismus, der noch aus der Zeit stammt, in der wir uns vor realen Gefahren schützen mussten.

Unser Hirn ist darauf ausgelegt, Gefahren, also die negativen Dinge in unserem Leben, stärker wahrzunehmen als die positiven Geschehnisse. Ich habe mal in einer Studie die Zahl 10% gelesen.

Sind nur 10% am Tag schief gelaufen, haken wir Menschen den Tag als schlecht ab.

Die 90% guter Dinge haben keine Chance mehr am Abend vor dem Einschlafen zu uns durchzudringen, wenn wir nicht bewusst den Blick darauf richten.

Unser Hirn fokussiert das Problem und ist damit beschäftigt zu fragen: „Was hätte ich in dieser Situation besser machen können:“. Im schlimmsten Fall startet ein Film in unserem Inneren, der uns lange beschäftigt und uns wo möglich nicht einschlafen lässt.

Und schon füttern wir unser Hirn wieder mit der Aufgabe nach weiteren Problemen Ausschau zu halten! – verdammter Teufelskreis!

Auch wenn die Zahlen in unterschiedlichen Artikeln schwanken, so liegt unsere Wahrnehmung zum größten Teil auf den Problemen oder Herausforderungen. 

Klar ist es wichtig nachzudenken, was hätte besser laufen können. Aber noch wichtiger ist es, zu schauen, was war gut in der Situation. Richten wir unseren Blick in eine positive Richtung, nehmen wir Druck und Last und andere Dinge von uns und schon können wir besser abschalten.

Wenn Du magst kannst Du eine Dankbarkeitsroutine am Abend entwickeln. Frage Dich jeden Abend mit Deinem Partner oder auch mit Deinen Kindern, welche drei Dinge gut waren oder Euch persönlich gut gelungen sind. Für Kinder ist dies eine besonders gute Sache, denn so lernen sie von Anfang an ihre Wahrnehmung zu schulen. Hier kann ich übrigens das Kinderbuch „Loni lacht“ besonders ans Herz legen. Meine Tochter und ich lieben es!!!

Ein weiteres Phänomen in unserer Wahrnehmung ist das Gesetz der Anziehung.

Dieses Gesetz ist momentan in aller Munde und wird oft missverstanden. Wir ziehen an, was wir ausstrahlen. Die Idee von manchen Menschen ist nun, dass man das Gesetz auch nutzen kann, um das Glück ins Leben zu holen. Oft höre ich so etwas wie: „Das „Manifestieren in Bildern“ oder „klar definierte Ziele“ setzen, führt Dich zum Ziel!“.

Es reicht aber nicht, sich ein volles Bankkonto vorzustellen oder festzulegen, dass das Konto am Jahresende ein dickes PLUS aufweist!

Das ist nur ein minimaler Bruchteil, der zur Anziehung der Dinge führt, die uns glücklich machen. Ich versuche mich mal in der für mich am logischsten klingenden Erklärung.

So ist das aktuell in meiner Realität:

Zum einen habe ich aus der Hirnforschung gelernt, dass unser Hirn immer versucht Energie zu sparen. Neue Denkweisen sind wie selten genutzte Trampelpfade! Sie sind schwierig zu überwinden. Oft genutzte Wege gleichen eher Autobahnen, sind gut ausgebaut und beschildert und machen die Benutzung sehr leicht.

Da kommt man ohne Widerstand voran. Es ist kein Mut notwendig und man trifft nicht auf unerwartete Hindernisse, die ein hohes Energieaufkommen nötig machen, um sie zu überwinden.

Je automatischer Handlungen, Denk- und Gefühlsmuster ablaufen desto energiesparender sind also entsprechende Hirnaktivitäten. Das liebt unser Hirn und tut alles dafür die Autobahnen benutzen zu dürfen.

Aus der Hormonforschung habe ich zum anderen gelernt, dass Emotionen und Gefühle zur Ausschüttung von Hormonen führen. Dieser Hormoncocktail hat ein großes Suchtpotential für unseren Körper.

Das heißt unser Körper liebt die Emotionen und Gefühle, die zur Ausschüttung „seines“ Hormoncocktails führen. Eine Änderung dieses Suchtverhaltens setzt eine aktive und intensive Körper-Arbeit voraus, die viel Geduld und Wiederholung erfordert.

Je öfter wir Erfahrungen machen, die andere Hormone ausschütten, desto eher gewöhnt sich unser Körper an den neuen Cocktail.

Bringe ich beide Erkenntnisse zusammen und füge dann noch das Wissen über die selektive Wahrnehmung dazu, kann ich mir erklären, was mit dem Gesetz der Anziehung gemeint ist.

Ich muss versuchen Autobahnen in meinem Hirn, die mir nicht dienlich sind immer mehr zurückzubauen und neue Autobahnen durch Benutzen der neuen Trampelpfade entstehen zu lassen.

Außerdem braucht mein Körper Unterstützung darin sein Suchtverhalten zu ändern, in dem ich einen besseren Hormoncocktail anbiete und immer wieder bereitstelle. Im Coaching schaffen wir das durch das tranceartige Fühlen neuer Möglichkeiten.

Ich muss immer wieder den süßen Nektar probieren. Das heißt Erfahrungen schaffen, die bestimmte Emotionen und Gefühle hervorbringen!

So kann er sich langsam daran gewöhnen. Ich muss mir bewusst darüber sein, dass ich nicht von jetzt auf gleich eine Änderung herbeiführen kann. 

Außerdem muss mir bewusst sein, dass ich Geduld benötige, um ein klares, konkretes, inneres Bild davon zu entwickeln, wie sich mein Glück anfühlen soll (Hormoncocktail), welche Bereiche ich betrachten muss (selektive Wahrnehmung) und welche alternativen Handlungs-, Denk- und Gefühlsmöglichkeiten ich bewusst benutzen kann (Autobahnen).

Folgende Fragen können Dich unterstützen:

  • Welche Automatismen im Handeln, Denken und Fühlen nutzt Du?
  • Welche Emotionen begleiten Dich ständig und erzeugen Deinen Cocktail?
  • Was rückt immer in Deinen Fokus und was kannst Du dadurch nicht sehen?

Auch andere Verzerrungen der Wahrnehmung solltest Du gehört bzw. gelesen haben, damit Du alternative Möglichkeiten und eine bessere Reflexion entwickeln kannst.

Wir werden natürlich das Gelesene vergessen und weiterhin den Effekten erliegen. Aber ab uns zu schleicht sich dann mal ein bißchen Bewusstheit in unsere Beurteilung von Situationen und Personen. Damit ist schon ein großer Schritt in Richtung persönliche Weiterentwicklung gemacht und wir bekommen ein vollständigeres Bild unserer Welt.

Möchtest Du weiterlesen?

Hast Du schon mal von diesen Effekten gehört?

Die Seite „Manufaktur für Wachstum“ stellt gute Erklärungen für weitere Effekte bereit. Eine Auswahl, die ich für besonders interessant halte, zitiere ich im Folgenden.

[Manufaktur für Wachstum: Die 12 wichtigsten Wahrnehmungs- und Beurteilungsfehler (2022), https://www.manufaktur-wachstum.de/artikel/die-12-wichtigsten-wahrnehmungs-und-beurteilungsfehler (Stand: 23.08.2022)]

Halo-Effekt

Wie ein Heiligenschein überstrahlen einzelne als positiv oder negativ wahrgenommene Merkmale das Gesamtbild. Hier werden Einzelaspekte auf die Gesamtperson verallgemeinert.
Aus einzelnen Eigenschaften werden oftmals eine Kette von Folgeeigenschaften zu einer Gesamtassoziation abgeleitet (beispielsweise werden weniger attraktiven Menschen auch gleich eher negative soziale Eigenschaften zugeschrieben und umgekehrt. Besonders hervorstechende Eigenschaften oder Leistungen prägen das Urteil einer Führungskraft und machen blind für andere Eigenschaften.

Primär-Effekt

Der erste Eindruck bildet sich bereits in wenigen Sekunden. Alle folgenden Wahrnehmungen und Informationen werden so gewertet, dass sie den ersten Eindruck nachhaltig stützen und ins bereits gemachte Bild passen. Der erste Eindruck, den ein Mensch von einem anderen bekommt, wirkt ähnlich wie der Halo-Effekt: andere Eigenschaften werden nicht gesehen oder übersehen.

Projektion/ Übertragung

Aus Sympathie oder Antipathie, die sich i. d. R. aus Eigenschaften, die wir an uns selbst mögen oder ablehnen, speisen, entstehen Wahrnehmungsverzerrungen oder Beurteilungsfehler.

Merke: Menschen, mit denen wir etwas gemeinsam haben (z. B. Wohnort, Studienort, Arbeitsort, Aussehen, Kleidung, Ausbildung, Abteilung, Überzeugungen, etc.) werden positiver von uns eingeschätzt.

Stereotype-Effekt

Stereotypen sind vorgefasste Meinungen über bestimmte soziale Gruppen. Menschen in der Umgebung automatisch in verschiede Kategorien einzuordnen und mit vermeintlich passenden Informationen zu ergänzen, scheint eine Sparmaßnahme des menschlichen Gehirns zu sein, um der Komplexität des Lebens zu begegnen. Zudem scheint die Unterteilung in Stereotype zu helfen, die Welt so in Muster zu ordnen, dass die eigene Zugehörigkeit ausreichend spürbar wird.

Es gibt eine Reihe von eignungsdiagnostischen Verfahren, die diesen Effekt unterstützen. So kann es sein, dass beispielsweise alle Menschen im Unternehmen in vier Farbtypen o. ä. unterteilt werden (und dies schlimmstenfalls auf Kunden übertragen wird, zu denen dann vermeintlich passende Verkaufsstrategien katalogisiert werden). Diese Komplexitätsreduzierung wird der Eigentümlichkeit jedes Menschen kaum gerecht, so dass in der Führungsarbeit sich sowohl in Interaktion als auch Beurteilung gravierende Fehler oder Störungen einschleichen können.

Pygmalion-Effekt

Eingestandener oder uneingestandener Weise ordnet sich die Führungskraft selbst einen wesentlichen Teil an der Leistungsentwicklung seines Teams zu. Rosenthal und Jacobsson haben erstmals experimentell nachgewiesen, wie sich das Führungsverhalten positiv verändert, wenn man vorweg erklärt, man habe es mit besonders talentierten und intelligenten Menschen zu tun. Dies steigert unbewusst die Förderanstrengungen der Führung.

In der sozialen Interaktion teilen wir folglich anderen bewusst oder unbewusst mit, welches Bild wir von ihnen haben. Damit beeinflussen wir in zudem in erheblichem Maße ihr Selbstbild. Wird jemandem also mehr oder weniger offen eine gewisse Erwartungshaltung entgegengebracht, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass dich der andere entsprechend dieser Erwartungshaltung verhält. Der Effekt ist weitaus bekannter als self-fulfilling-prophecy.

Attributionsfehler

Dieser Fehler ist ein Fallstrick aus dem Alltag, nach dem wir beobachtbares Verhalten anderer eher deren Person als der Situation zuschreiben. Im systemischen Denken gibt es das Grundprinzip „Menschen sind nicht, sie verhalten sich.“ Das scheint dem schnellen Denken vieler Menschen zu viel zu sein. Sie schreiben sichtbares Handeln eher Eigenschaften/Veranlagung zu. 

Überlegensheitsillusion

Die Präsidentschaft Donald Trumps hat der Welt vor Augen gehalten, wohin es führt, wenn Menschen konsequent die eigenen Fähigkeiten über- und die eigenen Fehler unterschätzen. Das mag selbstwertdienlich sein und ist wohl evolutionär notwendig gewesen. Wer sich jedoch übersteigert positiv sieht, nimmt auch die Welt entsprechend abwertend wahr. Das ist Gift für gesunde und selbstreflektierte Führung seiner selbst und anderer.

Das Alles aus sich jetzt sicher erst einmal setzen. Vielleicht schaffst Du es ja in Deinem Alltag die eine oder andere Beobachtung zu machen.

Solltest Du erkennen, dass Deine Realität Verzerrungen unterliegt, die Du ändern möchtest, kann ich Dich durch ein Coaching darin unterstützen!

Du musst nur aktiv werden und mich kontaktieren!

Artikel mit anderen teilen

Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.